zur aktuellen Ausstellung

Der Augarten ist mein zweites zu Hause geworden. Seit fast 30 Jahren lebe und arbeite ich in der Umgebung des Augartens und meine Söhne haben hier ihre Kindheit verbracht. Er war auch immer mein Rückzugsort zum Erholen, Krafttanken, Ideensammeln und Trostspender in schwierigen Zeiten. So hat sich mit der Zeit zum Augarten eine sehr innige Beziehung entwickelt.

Ich begann schließlich, die Eindrücke künstlerisch zu verarbeiten. Es entstanden zunächst mehrere Aquarelle, die dann mit mittleren und großen Acrylbildern ergänzt wurden. Dabei widmete ich mich der bunten Vielfalt der Pflanzenwelt des Augartens, wobei das Baummotiv der Leitfaden war. Ich versuchte vor allem das Geheimnisvolle, fast Märchenhafte, in meinen Bildern einzufangen, das den Park gerade in der Morgen- und Abenddämmerung auszeichnet. Überhaupt begann mich die zeitliche Veränderung des Gartens zu faszinieren und so verarbeitete ich auch den Wechsel der Jahreszeiten. Neben den Malereien entstanden auch einige Keramiken, die die kleinere Pflanzenwelt wiedergeben.

Es bildete sich dann vor einiger Zeit in mir der Wunsch, im Glashaus dieses Parks diese Arbeiten auszustellen. Nach einem Jahr der Planung und Arbeit ist aus der Idee nun tatsächlich eine Ausstellung geworden. Die malerischen Arbeiten, die sie erwarten, sind durch einen Wechsel zwischen Groß und Klein, durch Variation der Formate, unter denen sich auch runde finden, sowie auch durch die Vielfalt der Farben, die der Natur gerecht zu werden versuchen, geprägt. Die Pflanzenwelt findet aber nicht nur durch ihre bildliche Darstellung Eingang in diese Räumlichkeiten, sondern auch Exemplare wie Baumstrünke als Säulen versuchen die Rückbindung der Kunst an die natürliche Echtheit zu vergegenständlichen.

Obwohl es ein anstrengender Weg bis zu dieser Ausstellung war, hat er mir auch sehr viel Freude bereitet, und ich hoffe, dass gerade diese in meinen Arbeiten spürbar ist.

Heidemarie Bauch, Wien, 27. Mai 2013

Ein Gedanke zu “zur aktuellen Ausstellung

  1. Zu Vernissage und Ausstellung im Palmenhaus des Augartens:

    Das Wort „Vernissage“ beschreibt die eindrucksvolle Eröffnung dieser ersten Ausstellung im Palmenhaus eigentlich nur sehr allgemein. Es war vielmehr ein „Empfang“ der Malerin und Grafikerin Heidemarie Bauch an einem außergewöhnlichen Ort, der die Gäste und Besucher in angenehmster Weise zum Betrachten ihrer neuen Bilder animierte. Der ungewöhnliche Ausstellungsraum (- das nach über einem halben Jahrhundert neu renovierte Palmenhaus im Augarten), der mehr als nur lichtdurchflutet – ein wahrer Raum des Lichtes ist, lies die Bilder der Ausstellung scheinbar schweben und deren Thematik und Motivik mit dem Außenraum – dem Augarten verschmelzen. Da es im Glashaus kaum senkrechte Mauern gibt, hingen die Bilder nicht wie üblich an den Wänden, sondern befanden sich in ungewohnt unterschiedlichen Situationen, die den gläsernen Raum durch das Wechselspiel von Natur, Pflanzen und Bildern zu einem Gesamtkunstwerk werden ließen. Das nach langem Regen und Kälte prachtvoll strahlende Wetter, war der schönste Lohn für die großen Anstrengungen der Künstlerin und ihrer helfenden Hände, die diese exzellent konzipierte und professionell organisierte Präsentation zuwege brachten.
    Die Einführung, die der Geschichte des Augartens gewidmet war, wurde auf sehr erfrischende und höchst interessante Weise von einem engagierten Mitarbeiter der österreichischen Bundesgärten vorgetragen. Ihr folgte die Begrüßung der Gäste durch die Künstlerin, die auch persönlich zum eigenen Werk und zur Idee dieser besonderen Ausstellung Stellung nahm. Eine Erzählerin rundete mit ihrer fantasievollen Geschichte vor einem träumerischen Bild stehend, das Märchenhafte dieses späten Nachmittages noch zusätzlich ab. Die anschließende, höchst zuvorkommende Bewirtung der illustren Gästeschar durch Heidi Bauch´s Söhne Calvin und Carel sowie deren Freunde, war dann einfach „vorbildlich“ und sorgte dadurch für einen familiär stimmigen Rahmen des ganzen Geschehens. Der kredenzte Wein vom Weingut Alois Rögner aus Obersdorf passte perfekt zur Qualität des Events (und war wie sehr selten, auch richtig temperiert).

    Über die Bilder selbst, gibt Heidemarie Bauch´s neue Homepage umfassend Auskunft und schafft einen guten Überblick über ihr Oeuvre.

    Der Verfasser dieser Zeilen ist ältester und stolzer Bruder seiner Schwester und wünscht dieser Ausstellung den verdienten großen Erfolg!
    Herzlichst sowie Hochachtungsvoll – Hermann Manfred Bauch – bildender Künstler

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